Wie wirkt der Stoffwechsel auf unser Immunsystem? Und wie soll ich richtig trainieren um mein Immunsystem zu stärken?

Unser Immunsystem schütz den Körper gegen allerlei verschiedene „Angriffe“ von außen. Wir werden permanent von Viren, Bakterien und anderen Erregern bombardiert. Dabei hat das Immunsystem gelernt, mit den Erregern, welche sich in der gewohnten Umgebung aufhalten sehr gut zurecht zu kommen und diese abzuwehren. Kommen allerdings neue Erreger hinzu, auf die der Körper noch keine Immunantwort kennt, ist das System gefordert. Wenn wir an eine Stärkung des Immunsystems denken, kommen uns erst einmal Vitamine, wie Vitamin C oder D in den Sinn. Diese stärken auch einen Teil der Immunabwehr, jedoch liegt der Hauptteil unseres Immunsystems im Darm, nämlich ca. 80%. Damit der Darm aber seine Aufgabe als Abwehrorgan nachkommen kann, benötigt er genügend Bewegung. Dies fördert die Peristaltik, also die Darmbewegungen und der Darm bleibt aktiv. Wir können den Darm aktiv mit dem richtigen Maß an Bewegung unterstützen und sogar positiv beeinflussen. Nur was ist das richtige Maß? Jeder Körper ist individuell und tickt auch anders, daher sollte dies im Idealfall mittels einer Atemgasanalyse gemessen werden. Umgangssprachlich ist das richtige Maß an Bewegung der Bereich des sogenannten Fettstoffwechsels. Hier arbeitet der Stoffwechsel aerob, also es ist immer genügend Sauerstoff für die Stoffwechselprozesse im Körper vorhanden. Anders als der anaerobe Stoffwechsel, der bei sehr hohen Belastungen stattfindet und zu Übersäuerung und einer Schwächung des Immunsystems von bis zu  10 Stunden führen kann. Diesen Effekt nenn man auch den „Open-Window-Effekt“, bei dem eine geringe Immunantwort auf eindringende Erreger erfolgt, da der Körper noch damit beschäftigt ist, die Übersäuerung des Systems zu neutralisieren. Ein Training welches zu einem positiven Effekt auf das Immunsystem führt und dieses auch stärkt, findet immer im aeroben Bereich statt. Das Immunsystem wird gestärkt, Schlafstörungen können gelindert werden, leichte depressive Verstimmungen können abgeschwächt oder beseitigt werden und auch Verspannungen der Muskeln können durch die verstärkte Durchblutung der Muskeln reduziert werden. Daher ist es wichtig, seinen individuellen Pulsbereich zu kennen. Es gibt viele Faustformel, allerdings sind diese genauso ungenau, wie Bogenschießen mit verbundenen Augen. Die Wahrscheinlichkeit das Ziel zu treffen ist sehr gering. Mithilfe einer Atemgasanalyse werden die individuellen Werte für ein zielführendes und immunstärkendes Training gemessen. Dies geschieht in einem kurzen Stufentest auf einem Ergometer und dauert ca.  30 min. Gerne stehe ich für Fragen und zur Durchführung eines solchen Tests zur Verfügung. Also, nutzt das schöne Wetter und die Sonnenstrahlen, bewegt euch ausreichend und überlastet euch nicht und achtet auf eine gesunde Ernährung und euer Immunsystem steht euch dann zur Verfügung, wenn ihr es braucht.